Sie leiden unter...
- Rückenschmerzen, die ins Bein ausstrahlen.
- es fällt Ihnen schwer, beschwerdefrei längere Strecken zu gehen; vielleicht können Sie sogar keine 100 Meter mehr gehen, ohne eine längere Pause einlegen zu müssen.
- eventuell plagt Sie zudem ein Taubheitsgefühl im Gesäß und/oder in den Beinen.
- Ihre Beschwerden verstärken sich in gestreckter Haltung.
- Ihre Schmerzen bessern sich durch Vorbeugen oder Hinsetzen.
!! Bleibt eine therapeutische Intervention aus, drohen Nervenausfallerscheinungen !!
Was ist eine Spinalkanalstenose?
Wodurch wird eine Spinalkanalstenose hervorgerufen?
Bis zu einem gewissen Grad handelt es sich bei einer Spinalkanalstenose / Wirbelkanalverengung um eine typische Alterserscheinung der Wirbelsäule; langjährige Fehl- bzw. Überlastung, wie z.B. das berufsbedingte häufige Tragen von schweren Gegenständen und andere rückenstrapazierende Tätigkeiten begünstigen die Entstehung der Wirbelkanalverengung. Typischerweise treten die Beschwerden bei aktiven Patienen um das 50 igste Lebensjahr auf.
Sorgfältige Diagnose ist Grundvoraussetzung für den Behandlungserfolg
Welche Vorgehensweise im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Diagnose ab. Zwar weist meist schon die Schilderung der Symptome die Richtung, Klarheit bringen jedoch oft erst bildgebende Verfahren wie Computer- oder Kernspintomographie. Wichtig ist, den Grad der Wirbelsäulenschädigung zu kennen und zu wissen, wie viele Segmente von der Einengung betroffen sind. Ebenso gilt es festzustellen, ob bereits eine Instabilität der Wirbelsäule vorliegt, ob bzw. in welchem Ausmaß knöcherne Auswüchse operativ abgetragen werden müssen oder ob die angestrebte Entlastung z.B. mit dem Einsatz eines Implantats erzielt werden kann.
Welcher Wirbelsäulenabschnitt ist besonders oft betroffen?
Prinzipiell kann jeder Wirbelsäulenabschnitt von einer Verengung betroffen sein; der am weitaus häufigsten betroffene Bereich ist die Lendenwirbelsäule.
Wie wird behandelt?
Konservative Behandlung
Bei leichteren Beschwerden kann es hilfreich sein, den Rücken konsequent zu schonen und die Schmerzen mit Medikamenten behandeln. Zur Stärkung von Rücken- und Bauchmuskulatur empfiehlt sich eine physiotherapeutisches Programm unter fachlicher Anleitung; begleitend können Wärmebehandlungen, Elektrotherapie und manuelle Therapie Linderung verschaffen. Mitunter können auch Injektionen von örtlichen Betäubungsmitteln und Kortisonpräparaten neben die eingeengte Nervenwurzel (periradikuläre Infiltration) angezeigt sein. Im Fachhandel sind spezielle Mieder und Korsette erhältlich, die den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt in eine günstigere Krümmung bringen und damit ebenfalls dazu beitragen, die Beschwerden zu mindern.
Operative Behandlung ohne VERSTEIFUNG
Lassen sich die Beschwerden und neurologischen Symptome mit konservativen Maßnahmen nicht beherrschen, ist eine operative Behandlung notwendig, durch die der Wirbelkanal durch gezielte Entlastungsmaßnahmen, wie etwa einer Entfernung von einengenden Strukturen, chirurgisch erweitert wird, sodass die betroffenen Nerven wieder frei liegen.
Mikroskopische Dekompression
Die endoskopische Dekompression bei Stenose
Handelt es sich um eine Einengung nur des Nervenaustrittsloch (Foramenstenose) besteht die Möglichkeit der endoskopischen Dekompression (Erweiterung) unter zusätzlicher Anwendung eines Laser. Hier werden unter endoskopischer Kontrolle und Sicht die das Nervenloch einengenden Strukturen entfernt und somit der Druck vom Nerv genommen.
Es handelt sich hierbei um einenn minalst invasiven Eingriff der in Lokalanästhesie durchgeführt werden kann!
Endoskopische Dekompression
Operative Erweiterung durch Abstandhalter
In ganz seltenen Fällen kann es ausreichend sein, den verengten Wirbelkanal (Spinalkanalstenose) mithilfe von speziellen Implantaten zu erweitern, die zwischen die Dornfortsätze zweier benachbarter Wirbelkörper einsetzt werden. Diese Abstandhalter (Spreizer) drücken die Dornfortsätze regelrecht auseinander und sorgen so für die angestrebte Entlastung des verengten Wirbelkanals.
Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten und wird im Allgemeinen unter Vollnarkose durchgeführt. Bereits unmittelbar danach spüren die Patienten in der Regel einen deutlichen Rückgang der Beschwerden. Am Tag nach der Operation kann der Patient aufstehen; das vierwöchige Tragen eines Lendestützmieders schützt vor falschen Bewegungen. Das Arbeiten am Schreibtisch ist nach zwei bis drei Wochen, körperlich belastende Tätigkeiten sind nach sechs Wochen wieder möglich.




