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Wenn sich im Rücken Schmerzen bemerkbar machen...
...kommen eine Reihe von Ursachen in Betracht. Rückenschmerzen sind sehr unangenehm aber in den meisten Fällen harmlos.
Nur ca. 3-5% der akuten Rückenschmerzen werden durch einen Bandscheibenvorfall verursacht. So etwa degenerative Veränderungen der Wirbelkörperknochen bzw. Zwischenwirbelgelenke, die dann zu Reizungen oder Einengungen von Teilen des Rückenmarks (Spinalkanalstenose) oder von Nerven, die das Rückenmark verlassen, führen. Aber besonders verspannte und überlastete Muskeln können Rückenschmerzen hervorrufen. Dabei können die Schmerzen bis in die Beine oder die Schultern ausstrahlen. Auch Durchzug oder Kälte kann Muskelverspannung und Rückenschmerzen bewirken.
Ebenso können bestimmte rheumatische Erkrankungen, Verletzungen und selten auch Tumorerkrankungen mit Rückenschmerzen einhergehen.
Eine genaue Diagnose und eine Klärung der Zusammenhänge sind deshalb oft kompliziert und erfordern die langjährige Erfahrung des Facharztes.
Meist werden Rückenschmerzen als tief sitzende Schmerzen im unteren Wirbelsäulenabschnitt beschrieben (Kreuzschmerzen, Lumbalgien). Sehr selten gehen Rückenschmerzen auf eine Ursache aus dem Bereich der Brustwirbelsäule zurück.
Spielen sich die Schmerzen im obersten Wirbelsäulenabschnitt ab (Nackenschmerzen), haben sie ihren Ursprung oft im Bereich der Halswirbelsäule.
Häufig auftretende Beschwerden
- Starke Schmerzen im unteren Bereich des Rückens, die bis ins Gesäß, Bein oder Fuß ausstrahlen.
Eventuelle Verschlimmerung durch Husten, Niesen oder Pressen. - Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen in einem Bein
- Kribbeln oder Taubheit an der Oberschenkelinnenseite, sowie um den After
Teilweise Kontrollverlust beim Wasserlassen bzw. Stuhlgang.
Das Beschwerdebild richtet sich vor allem danach, ob und in welchem Maße durch einen Bandscheibenvorfall benachbarte Nerven eingequetscht werden. Deshalb müssen nicht alle genannten Symptome gleichzeitig auftreten.
Ohne exakte Diagnose kein Therapieerfolg

Der Erfolg einer Behandlung hängt wesentlich von der richtigen Indikationsstellung ab!
Mitunter ist die Ursache der Rückenschmerzen nur bedingt einer operativen Behandlung zugänglich; ebenso kann es sein, dass eine bereits bestehende Grunderkrankung oder andere Faktoren die Heilungsaussichten durch eine Operation infrage stellen. Um im Einzelfall zu entscheiden, ob und welche operative Vorgehensweise wirklich Erfolg versprechend ist, bedarf es der hohen fachärztlichen Kompetenz des Wirbelsäulenspezialisten.
Legt das Krankheitsbild nahe, dass auch mit einem operativen Eingriff langfristig keine Besserung zu erzielen ist, ist es wichtig, dass der Patient eine umfassende Beratung sowie eine individuell abgestimmte Behandlungsstrategie erhält, die weit über die übliche Gabe von Spritzen, Schmerzmitteln und Krankengymnastik hinausgeht, um sein Leiden zu lindern.
Es ist wichtig, zu unterscheiden zwischen
| Lokalen Rückenschmerzen, also Schmerzen, die auf den Rücken beschränkt bleiben |
Schmerzen, die vom Rücken ausgehen, aber in andere Körperregionen, z.B. die Beine ausstrahlen. |
Akute Rückenschmerzen
Eine häufige Ursache für akut auftretende (ausstrahlende) Rückenschmerzen sind krankhafte Veränderungen der Bandscheibe.
Hier reicht das Spektrum von Einrissen des Faserrings bis hin zu einer manifesten Bandscheibenvorwölbung oder gar einem Bandscheibenvorfall.
Chronische Rückenschmerzen
Dauern Rückenschmerzen länger als 6 Wochen an, sind sie zu chronischen Rückenschmerzen geworden. Jede Chronifizierung von Schmerzen stellt für den Arzt eine Herausforderung dar. Sollten konservative Therapiemaßnahmen wie physiotherapeutische und physikalische Behandlungsformen sowie eine gezielte medikamentöse Schmerztherapie innerhalb von 6 bis 8 Wochen zu keiner deutlichen Besserung führen, ist deshalb eine weitere differenzierte Ursachenforschung wichtig.
Hierzu gehören vor allem eine Blutuntersuchung sowie der Einsatz von bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Kernspin- (MRT) und/oder Computertomographie (CT).
Falls die Voruntersuchungen keine deutliche Diagnose ergeben haben, ist eine Diskographie der im MRT krankhaft veränderten Bandscheiben angezeigt. Hierbei kann festgestellt werden, ob ein schmerzhafter Riss am äußeren Fassesring der Bandscheibe (Anulus) vorhanden ist. Gegebenenfalls wird die Diskographie mit einer Computertomographie kombiniert. Falls bei der Diskographie ein Bandscheibenriss festgestellt wurde, führt man unter Umständen eine perkutane Nukleotomie durch.
Im Falle einer deutlichen Bandscheibendegeneration, die sich auf eine oder zwei Bandscheiben beschränkt, wird nach Durchführung der Diskographie entschieden, ob eine Diskusplastik (endoskopische Entlastung und Anfrischung der Bandscheibe), Bandscheibenprothese oder eine Spondylodese die beste Lösung ist.
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