Kyphose - Ursachen, Krankheitsbild, Behandlung

Eine Kyphose ist eine Krümmung der Wirbelsäule im Bereich der Brustwirbelsäule und des Kreuzbeins. Wenn diese Rückwärtskrümmung in mehreren Abschnitten der Wirbelsäule auftritt oder über 40 Grad stark ist, spricht man von einer pathologischen Kyphose. Die Gründe dafür sind ebenso vielseitig wie die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Arten von Kyphose gibt es?

Ärzte unterscheiden zum einen zwischen funktioneller und fixierter Kyphose und zum anderen zwischen arkuärer und angulärer Kyphose. Eine funktionelle Kyphose kann zum Beispiel durch Fehlstellungen in anderen Abschnitten der Wirbelsäule entstehen und kann mittels Ausgleichsbewegungen behoben werden. Eine fixierte Kyphose dagegen kann nicht mehr ausgeglichen werden, weil sie durch knöcherne Veränderungen fixiert ist. Von einer Arkuären Kyphose sprechen Mediziner bei einer bogenförmigen Kyphose. Diese ist zumeist haltungsbedingt und trifft viele Wirbelsegmente. Die anguäre Kyphose dagegen, wird durch ein Trauma, Tumore oder Entzündungen verursacht und betrifft nur ein oder zwei Segmente.

Ursachen und Symptome der Erkrankung

Die Wirbelsäulenverkrümmung kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen kann sie angeboren sein. Zum anderen kann die Erkrankung durch Fehlhaltungen, Tumore, Traumen oder Erkrankungen wie Osteoporose, Morbus Bechterew oder Morbus Scheuermann ausgelöst werden. Insbesondere Fehlhaltungen in der Kindheit und Jugend sind ein häufiger Auslöser. Doch auch Erwachsene können, vor allem durch sitzende Tätigkeit und unzureichend ausgeprägte Muskulatur eine Kyphose entwickeln. Manche Betroffene haben keine Beschwerden, andere leiden unter Schmerzen im Bereich der verkrümmten Brustwirbelsäule. Zudem können Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Probleme oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen auftreten und sogar Störungen der Blasen oder Darmfunktion. Die Beweglichkeit ist allgemein behindert und es können, bedingt durch die Beschwerden, Schlafstörungen vorkommen.

Diagnose und Behandlung

Für den Orthopäden leicht erkennbar ist die Kyphose zum Beispiel daran, dass der Rücken nicht gleichmäßig gerundet ist, wenn der Patient sich vorüberbeugt. Stattdessen gibt es, dort wo die Verkrümmung auftritt, eine Vorwölbung. Röntgenaufnahmen, CT oder MRT bringen schließlich Klarheit über das genaue Ausmaß. Es sollte jedoch auch die allgemeine Krankengeschichte erörtert werden, um mögliche organische Ursachen zu identifizieren. Durch Physiotherapie können Haltung und Beschwerden verbessert werden, wenn eine schwache Rückenmuskulatur die Verkrümmung ausgelöst hat. Dabei werden sowohl die Rücken- als auch die Brustmuskulatur trainiert. In manchen Fällen ist auch das Tragen eines Korsetts sinnvoll. Nur in extremen Fällen ist eine Operation notwendig. Diese kann aber erst erfolgen, wenn der Wachstumsprozess abgeschlossen ist, also nicht bei Kindern oder Jugendlichen. Bei dem Eingriff werden zwei oder drei Wirbel versteift, so dass die Wirbelsäule wieder voll belastbar ist.

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