Mikroskopische Dekompression

...ohne VERSTEIFUNG

Oft kann die angestrebte Erweiterung des Wirbelkanals und Entlastung der eingeengten Nerven nur mit der operativen Entfernung von überstehenden Knochenauswüchsen erreicht werden. Während dies früher oft eine aufwändige Operation am offenen Wirbelkanal (Laminektomie) bedeutete, bei der die Wirbelbögen und Wirbelgelenke im verengten Bereich großzügig entfernt wurden, erlauben moderne minimal-invasive Verfahren mithilfe eines chirurgischen Mikroskops, welches das Operationsfeld um ein Vielfaches vergrößert, heute eine gezielte millimetergenaue Abtragung der für die Verengung verantwortlichen Knochenanteile, ohne die physiologischen und biomechanischen Verhältnisse und damit die Stabilität der Wirbelsäule zu gefährden.

Die minimal-invasive Vorgehensweise selbst ist besonders gewebeschonend, da durch sie Verletzungen von Nerven und den im Wirbelkanal verlaufenden Blutgefäßen vermieden werden können. Zudem sind hierbei sowohl die Operationszeit als auch die Phase der Rekonvaleszenz deutlich kürzer als bei der konventionellen Stenoseoperation. Die hier erreichten Ergebnisse übertreffen die traditionellen Techniken wie z.B die Laminektomie, bei der die Wirbelbögen größtenteils entfernt werden müssen.

In seltenen Fällen besteht zusätzlich zu der Spinalkanlstenose ein sogenanntes degeneratives Wirbelgleiten. Sollte sich während der Operation zeigen, dass eine relative Instabilität vorliegt, wird neben einer mikroskopischen Entlastung eine zusätzliche Bandfixierung (Ligament) durchgeführt. Hierbei wird ein bleistiftdickes Ligament (dicker Faden) wie eine acht um die darüber und darunter liegenden Dornfortsätze geführt und mit einander verknotet.

 

Noch schonender durch neuartige Technik

Ein neuartiges mikroskopisches Dekompressionsverfahren ist die sogenannte Tube-Technik, bei der die Erweiterung des Wirbelkanals noch gewebeschonender, und zwar mithilfe eines speziellen Röhrchens (Trokar) erfolgt. Dieses wird unter mikroskopischer Sicht über einen kleinen Hautschnitt von hinten in den verengten Wirbelkanalbereich vorgeschoben, sodass die Muskulatur nicht großflächig vom Knochen abgehoben werden muss. Um den Nerven wieder Platz zu verschaffen, wird das verengte Segment mithilfe von Mikroinstrumenten, die über das schmale Röhrchen ins Operationsfeld vorgeschoben werden, sorgfältig ausgeräumt.

 

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und dauert etwa 45 Minuten.

Einen Tag nach der Operation und dann noch einmal drei Monate später findet jeweils eine ärztliche Kontrolluntersuchung statt.

 

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff tragen Sie ein speziell angepasstes Kunststoffkorsett, das den Rücken entlastet und Ihnen erlaubt, schon bald wieder Ihren gewohnten Aktivitäten nachzugehen. Es empfiehlt sich, etwa zwei Wochen nach der Operation unter Aufsicht eines Physiotherapeuten eine individuell auf Sie abgestimmte Physiotherapie zu beginnen.

 

Wann können Sie wieder Sport treiben?

Etwa sechs Wochen nach dem Eingriff sollte es Ihnen wieder möglich sein, regelmäßig schwimmen zu gehen oder Rad zu fahren. Ihr gewohntes sportliches Training können Sie etwa neun Wochen nach dem Eingriff wieder aufnehmen.

Wann sind Sie wieder arbeitsfähig?

Nach ca. zwei Wochen können Sie wieder Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten aufnehmen. Auf schwere körperliche Tätigkeiten sollten Sie in den ersten drei Monaten noch verzichten und diese dann langsam steigern.

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

In der internationalen Literatur werden Erfolgsquoten von ca. 85 Prozent angegeben.

 

Auf einen Blick!
Auf einen Blick die wichtigsten Fakten und Daten für Sie zusammengefasst und gegenübergestellt
  Konventionelle Stenoseoperation MIOR©- Minimal-Invasive-Operation und Rekonstruktion des Spinalkanals
Risiko
  • Operieren unter freier Sicht verhindert präzisionsgenaues Arbeiten
  • bei der Eröffnung des Wirbelkanals werden Teile des gesunden Knochens entfernt
  • Die Stabilität der Wirbelsäule geht verloren was in vielen Fällen zu Instabilität führt
  • oftmals Verletzungen der Nervenhaut. (Duraruptur)
  • Die Stabilität der Wirbelsäule bleibt in vollem Umfang erhalten
  • Das Mikroskop ermöglicht das präzise und millimeter­genaue Entfernen des ausgewucherten Knochenmaterials
  • Der Wirbelkanal wird in feinster Arbeit rekonstruiert
  • Die gesunden Knochen-strukturen bleiben bestehen und stabil
Schmerzen
  • Schmerzen und Beschwerden bleiben meist bestehen oder neue entstehen in Folge der Operation
  • Schmerz klingt binnen weniger Tage  nach OP erheblich ab
  • Abbaudauer der Restbeschwer- den abhängig vom Intensitäts- grad der behobenen Stenose
Nach dem Eingriff
  • bis zu 6 Wochen nach dem Eingriff keine Rückenbelastung
  • Der Patient kann bereits 3 Stunden nach dem Eingriff mit einem zuvor angepassten Korsett den Rücken wieder leicht belasten
Klinikaufenthalt
  • 1-3 Wochen
  • 2-4 Tage
Operation
  • Zügige und großflächige Entfernung der Knochensubstanzen
  • oftmals werden die Wirbel mit Stahlstäben festgesetzt
  • Nicht alle Knochenwucherungen (Stenose) können erkannt und entfernt werden, wenn der Operateur ohne Mikroskop arbeitet
  • Die Methode nutzt kleine natürliche Öffnungen des Wirbelkanals, dadurch bleiben umliegende Strukturen erhalten
  • Eine Festsetzung durch Stahlstäbe ist nicht notwendig
  • Die natürliche Stabilität der Wirbelsäule bleibt erhalten
  • Durch die Arbeit mit dem Mikroskop werden alle Knochenwucherungen (Stenose) erkannt und vollständig entfernt
Sport
  • Sport ist praktisch nicht mehr möglich
  • Nach der Rehabilitationszeit können gewohnte Sportaktivitäten wieder ausgeführt werden
Termin
  • Lange Wartezeiten sind nicht ungewöhnlich
  • In akuten Fällen können Sie innerhalb von 48 Stunden operiert werden

 

!!! Die Beweglichkeit und Funktionalität der Wirbelsäule bleibt voll erhalten !!!

Die Vorteile auf einen Blick:
  • Eine kurze Operationszeit.
  • Ein kleinerer Hautschnitt und eine schonende Vorgehensweise, bei der die Muskulatur weitgehend geschont wird. Somit ist dieser Eingriff weniger belastend und das Komplikationsrisiko gering.
  • Die Stabilität der Wirbelsäule bleibt erhalten.
  • Schon zwei Stunden nach der Operation können Sie wieder schmerzfrei stehen und gehen.
  • Es ist kein längerer Klinikaufenthalt nötig: Zwei bis drei Tage nach der Operation werden Sie aus der Klinik entlassen.
  • Eine kurze Rekonvaleszenz: Bereits drei Wochen nach der Operation können Sie wieder Ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.
  • Der Eingriff (Tube-Technik) hinterlässt kaum Narben.
  • Eine hohe Erfolgsquote.

apex jameda 06 17

Bewertungen

Nach 1 Satz über meine Beschwerden war die Diagnose klar, die sich nach Sichtung der Aufnahmen auch bestätigte. Weder mein Orthopäde, noch der Röntgenarzt (Nichts zu operieren, machen Sie Gymnastik.) hatten den Bandscheibenvorfall erkannt. Nach der OP - 1 Woche später in der ATOS-Klinik sofort beschwerdefrei, auch keine Schmerzen mehr. Die absolute Nr. 1 bei Bandscheibenproblemen!

Jameda Bewertung

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